Singen als Lebenselixier

Rela mit Mikrofon am Singen

Ich liebe Musik und ich liebe es, selber Musik zu machen. Meist stehen bei mir die Tasten von Klavier, Orgel oder Cembalo im Mittelpunkt, doch aktuell sind es vor allem meine Stimme und die Chöre, in denen ich singe. Singen ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Es begleitet mich, seit ich denken kann.

Schon als kleines Kind habe ich viel gesungen: mit meinen Eltern, mit meiner Schwester beim Abwaschen, an Familienfesten oder in der Schule. Ich hatte eine Lehrerin, die sehr viel mit uns sang – viele dieser Lieder kann ich bis heute auswendig.

Mit meiner Schwester und meinen Cousinen nahmen wir sogar einmal eine Kassette als Weihnachtsgeschenk für unsere Eltern und Grosseltern auf. Zwei Seiten voller Kanons, zwei- und dreistimmig; ich war zwölf, meine jüngste Cousine sechs. Es klang erstaunlich gut!

Damals: Ein echtes Foto und wasserfeste Stifte – ich hatte keinen Zugang zu einem Kopierapparat😊

In der Schulzeit begann meine eigentliche „Chorkarriere“ – erst im Schülerchor, dann in einem Frauenchor-Projekt und später in einem Oratorienchor. Über die Jahre kamen viele verschiedene Ensembles dazu. Ich durfte grosse Werke singen, aber auch Lieder für den Gottesdienst oder swingende Gospel- und Pop-Songs. Zudem habe ich selber kleinere Chöre und Singgruppen geleitet.

Dirigieren macht mir Spass – singen noch mehr.

Das Singen in der Gemeinschaft tut mir gut; es ist Verbindung, Energie, Atem und Klang in einem. Aber wie existenziell wichtig für mich das Singen wirklich ist, wurde mir erst bewusst, als es plötzlich verboten war.

Während der Corona-Zeit gehörte das gemeinsame Singen zu den ersten Aktivitäten, die untersagt wurden. Für mich war das ein tiefer Einschnitt. Natürlich habe ich trotzdem weitergesungen; allein zu Hause oder draussen beim Spazieren: im Wald, am See, am Fluss. Es war meine Art, Kraft zu tanken.

Bäume sind die geduldigsten Zuhörer

In dieser Zeit wurde mir auch klar, wie gravierend meine Platzangst war. Während Jahrzehnten bin ich dem Problem ziemlich elegant ausgewichen, doch die Masken-Tragepflicht brachte diese Angst mit voller Wucht ans Licht. Wenn ich Angst habe, atme ich nicht mehr richtig. Das beeinträchtigt die Lebensenergie stark.

Beim Singen jedoch muss ich atmen – tief, bewusst, regelmässig. Singen wurde zu meiner besten Atemtherapie. Es hat mich buchstäblich wieder zum Atmen gebracht.

Als das gemeinsame Singen wieder möglich war, nutzte ich jede Gelegenheit. Es kam vor, dass ich drei Chorproben pro Woche hatte.
Mittlerweile bin ich wieder etwas ruhiger geworden, aber das Singen ist besonders in der Vorweihnachtszeit an der Tagesordnung und es stehen viele Konzerte an. Von Ende November bis Mitte Dezember singe ich jedes Wochenende mit einem anderen Chor an einem oder mehreren Konzerten – manchmal begleitet mit Klavier, manchmal auch mit Saxofon oder mit einem ganzen Sinfonieorchester. Es ist unglaublich, was man mit Stimmen alles gestalten kann.

Singen ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.

Anfang dieses Jahres habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt: Ich habe während vier Monaten Gesangsunterricht genommen. Nicht klassisch, sondern mit Mikrofon und Playback, im Karaoke-Stil. Ich habe an Atemtechniken, Ausdruck und Bühnenpräsenz gearbeitet. Das war ein wunderbares Erlebnis, das mir neues Selbstvertrauen geschenkt hat – auf der Bühne und im Leben.

Auf der Bühne singen braucht schon etwas Mut …

Wenn du mich im Chor einmal live singen hören möchtest:
Ich lade dich herzlich zu den Konzerten des Animato-Chors ein:
pure Energie, Lebensfreude und mitreissende Musik!

🎵 Samstag, 4. April 2026
🎵 Sonntag, 5. April 2026
🎵 Montag, 6. April 2026

Allerdings sind die Tickets rasch ausverkauft – es lohnt sich, sich in den nächsten Tagen zu entschliessen!

An diesen Konzerten habe ich im November und Dezember 2025 mitgewirkt:

2 Antworten zu «Singen als Lebenselixier»

  1. Avatar von eggy car

    It’s wonderful to hear how central singing is to your life, especially alongside playing instruments like the piano and organ. I found some interesting connections between music and well-being discussed on https://tinyfun.io/game/eggy-car, which made me think of this article.

  2. Avatar von IslaMartin

    What a comprehensive overview.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert