Ein ellenlanges Jahr.
Blicke ich auf das vergangenen Jahr zurück, dann erscheint es mir eeewig lang. Bloss dank der Agenda habe ich gemerkt, wieviel tatsächlich in den letzten Monaten Platz gehabt hatte. Ich staune und bin dankbar. Mein Leben ist unglaublich intensiv, spannend und abwechslungsreich.
Stille gesucht und Ruhe gefunden
Seit ein paar Jahren sehne ich mich regelmässig nach Stille. Anfang Januar 2024 besuchte ich einen fünfwöchigen Kurs «Alltagsexerzitien». Eine Exerzitien-Form, die offensichtlich nur Frauen anspricht;-) Jedenfalls traf sich eine Gruppe von rund 15 Frauen jede Woche für zwei Stunden zu Text- oder Bildbetrachtung zu einer Geschichte aus der Bibel. Wir meditierten, beteten, sangen, nahmen unseren Körper und auch die Gemeinschaft wahr. Kurze Sätze tauschten wir aus, einen grossen Teil der Zeit verbrachten wir im Schweigen. Zwischen den Treffen setzten wir unsere persönliche Meditationszeit zu Hause – im Alltag – fort. Einen kleinen Teil dieser Kraft-Zeit konnte ich tatsächlich auch in den Alltag der folgenden Monate mitnehmen – dank der neu erstandenen XL-Sanduhr, die mir täglich zu zehn Minuten intensivem Schweigen verhalf.

Im August besuchte ich während fünf Tagen eine Schweige-Woche in meinem Lieblings-Stille-Ort im Centovalli. Dort ist es nicht nur ruhig, sondern auch meist sonnig und warm. Während des 90-minütigen Aufstiegs in das Bergdorf führte ich mich sachte in das Schweigen hinein. In diesen Tagen durfte ich ruhen, hören, nachdenken, reflektieren, beten und singen. Das Schweigen in der Gemeinschaft war nicht schwierig, sondern natürlich.



Die Musik bleibt ein Lebensthema
Musik machen ist Teil meiner Arbeit und meiner Freizeit. Dabei komme ich mit unterschiedlichsten Instrumenten und verschiedensten Menschen in Kontakt.
Als Organistin bin ich Teil von vielen fröhlichen, feierlichen, traurigen und bunten Anlässen. Eine Arbeit, die mir auch nach beinahe 30 Jahren immer grosse Freude bereitet. Im vergangenen Sommer durfte ich mit meinen Musiker-Kollegen ein aussergewöhnliches und vielseitiges und gut besuchtes Konzert veranstalten. Das bleibt eine meiner Top-Erinnerungen aus dem Jahr 2024.



Musik liegt jedoch nicht nur in den Tasten, sondern auch in der Stimme. Anfang Jahr übte ich intensiv mit dem Animato-Chor ein Programm, dessen Namen kurz und bündig ist, für mich jedoch eine essentielle Botschaft beinhaltet: Liebe siegt. 180 Personen, begleitet von einem riesigen Symphonie-Orchster und fünf Solisten, brachten über Ostern ein gigantisches Konzert auf die Bühne des Casinos Bern, das über 4000 Zuhörer und Zuhörerinnen berührte. Ein unvergessliches Erlebnis, das mir jedoch schon viel weiter als die tatsächlichen acht Monate zurück erscheint.

Seither habe ich weitere Chorproben und Konzerte mit dem Dreif-Gospelchor erlebt. Eine kleinere, dafür umso persönlichere Gruppe, wo wir auch wertvolle Freundschaften pflegen.


Schreiben – meine Leidenschaft seit der «Lebensmitte»
Einer meiner Vorsätze fürs 2024 war, dass ich jeden Monat mindestens sechs Stunden am angefangenen Manuskript arbeiten wollte. Ein guter Vorsatz, wie ich im Nachhinein feststelle. Nicht immer habe ich den Vorsatz umgesetzt, aber er hat mich ermutigt, dranzubleiben. Da ich im Autoren-Team schreibe, spornen wir uns gegenseitig an, wenn einer von uns keine Zeit oder keine Energie hat. Bis im Sommer war der Inhalt unseres dritten Romans im Grossen und Ganzen fertiggestellt. Das Überarbeiten ist allerdings eine anstrengende Angelegenheit. Und zu zweit ist man sich öfters in den Details doch nicht so einig, was die Arbeit ins Stocken bringen kann.
Im zweiten Halbjahr habe ich eine komplett neue Website für unsere Roman-Arbeit mit WordPress erstellt. Ein ambitioniertes Vorhaben, das viele Stunden Arbeit mit sich brachte. Doch meine Erfahrungen mit vielen anderen Website-Tools waren sehr nützlich und halfen mir, die Website zu gestalten und zu strukturieren. Zudem setzten wir trotz grosser wettertechnischer Hindernisse unseren Wunsch nach aktuellen Fotos in Tat um und besitzen nun nach einem tollen Fotoshooting aussergewöhnliche Fotos für unsere Website storyplus.ch.



Nachdem die Website endlich fertig war, doppelte ich im Dezember rasch nach und erstellte innerhalb von zwei Wochen diesen persönlichen Blog, damit ich Texte wie den Jahresrückblick 2024 endlich irgendwo publizieren kann. Der Name des Blogs ist die Verbindung meiner beiden grossen Leidenschaften – schreiben auf den Tasten des Laptops und spielen auf den Tasten von Orgel und Cembalo: Tasten & Tasten


Feiern tut gut
Im Jahresrückblick 23 habe ich unter anderen folgender Vorsatz notiert:
«Jede Gelegenheit zum Feiern wahrnehmen».
Das Leben ist oft schwierig genug, deshalb ist es wichtig, die besonderen und schönen Ereignisse stets gebührend zu feiern. Dies war im Jahr 2024 tatsächlich oft möglich: Runde Geburtstage von Eltern, Freunden und Töchtern und die Ausbildungsabschlüsse von zwei Töchtern. Ich bin dankbar für jeden dieser festlichen Anlässe!

Im Garten blüht mein Herz auf
Das Gartenjahr beginnt für mich immer Ende Februar, wenn ich Tomaten säe. Wie auf dem Bild erkennbar ist, war damals sonniges Wetter. Das kam bis zu den Sommerferien nicht mehr so oft vor. Drinnen im Wohnzimmer wuchsen die jungen Plflänzchen zwar gut, doch nach dem Umtopfen im April fehlten Licht und Wärme. Sowohl die Tomaten als auch andere Pflanzen gediehen langsam oder gingen wieder ein. Da ich zum Glück nicht abhängig vom Ertrag im Garten bin, darf ich einfach dankbar sein über alles, was wächst. Trotzdem würde mich eine üppigere Ernte nächstes Jahr freuen…



Mein 2024-Fazit
Was war die beste Entscheidung, die ich 2024 getroffen habe?
Worauf bin ich 2024 stolz?
Was habe ich 2024 zum ersten Mal gemacht?
Es ist zweifellos suboptimal, drei Überschriften hintereinander zu reihen. Da die Antworten zu diesen Fragen jedoch eng zusammenhängen, passt es so in diesen Jahresrückblick 2024:
Eine wichtige und gute Entscheidung war, unsere Autorenseite neu aufzubauen mit WordPress. So habe ich uns aus der Beschränkung des Hosters und des entsprechenden Website-Tools gelöst. Nun bin ich stolz, dass diese Website samt Formular und Mail funktioniert. Das war also eine Arbeit, die ich zum ersten Mal gemacht habe – eine Website mit WordPress.
Weiter habe ich zum ersten Mal aus (m)einem Manuskript vorgelesen (Feedback: Ich habe zu schnell gelesen). Und ich veröffentliche zum ersten Mal einen Jahresrückblick in meinem Blog (bisher nur auf Social Media).
Wofür bin ich 2024 besonders dankbar?
- Alle drei Töchter haben einen Schul- und Berufsabschluss und eine Arbeitsstelle
- Wir konnten zweimal mit meinen Eltern und zweimal zu zweit ins Ausland reisen – und dabei oft Sonne tanken (für mich besonders wichtig!)
- Trotz meiner Kniebeschwerden kann ich regelmässig Sport machen, spazieren und wandern
Mein Ausblick auf 2025
Im Jahr 2025 möchte ich folgendes erreichen:
- viel Musik machen
- den 3. Roman fertigstellen und veröffentlichen
- Vielleicht sogar schon mit dem 4. Buch beginnen?
- Ich möchte lernen – egal, ob eine Weiterbildung oder etwas komplett Neues.
Doch alles werde ich nur erreichen können, wenn ich genug Zeit für Stille und Schweigen finde. Mein Leitsatz für das neue Jahr lautet:
In der Stille finde ich meine Kraft.


Schreiben Sie einen Kommentar